Ortsverband Bremen

Ortsverband Oldenburg/Wilhelmshaven

Ortsverband Oldenburg / Wilhelmshaven

19.02.2017 - Grünkohlessen und Besichtigung der Justiz-Vollzugs-Anstalt in Oldenburg

…….und wieder einmal auf zum „Oldenburger-Palmen-Festival“

Mitglieder und Freunde des Ortsverbandes Oldenburg/Wilhelmshaven machten sich am Sonntag, dem 19. Februar 2017 auf Einladung des Kohlkönigspaares Anja und Oliver aus dem Hause Steindorf   und des 1. Vorsitzenden Stabsfeldwebel (noch i.D.)  Peter Holm unter dem Motto „nu geith dat wedder los met de Grönnkohltied“ auf den Weg nach Oldenburg, der alten unvergessenen Residenz- und Garnisonsstadt der ehemaligen   Feldjägerkompanie 11   und  späteren  4./Feldjägerbataillon 720 von 1960 bis 1993.


Aber vor dem großen „Freeten un Suupen“ (für unsere nicht-norddeutschen Leser: „Essen und Trinken“) war zunächst staatsbürgerliche Ertüchtigung angesagt: Besichtigung der Justizvollzugsanstalt  (JVA) in Oldenburg. Diesen durchaus unüblichen Termin an einem Sonntag hatte uns der noch amtierende Kohlkönig ermöglicht, pflegt er doch das interessante und bezahlte Hobby eines  Justizvollzugsbeamten  in der Abteilung Nordenham.

 Zunächst  erfolgte eine erste Begrüßung  und Einweisung  in den Ablauf durch den 2.Vorsitzenden  des Ortsverbandes  (und Regionalleiter  2)  Oberstabsfeldwebel  a.D. Hartmut Exler. Dann öffnete sich  pünktlich um 11.00 Uhr die  JVA. Trotz namentlicher Anmeldung durften nur jeweils  4 Personen in die Sicherheitsschleuse. Hier erfolgte eine penible Personalienüberprüfung. Und so mancher von uns fragte sich insgeheim:  wenn das Hineinkommen schon so schwierig ist, wie wird es erst beim Herauskommen? Handys oder Fotoapperate, nichts durfte mit hineingenommen werden und wurde sicher verschlossen.

Fotos über die JVA Oldenburg - mehr finden Sie  HIER

Die  erste  überraschende Feststellung: die Anstalt macht einen  sehr sauberen und ordentlichen Eindruck. Sieht so der ganze „Knast“ aus?  Es folgte das Sammeln in einem  Vortragsraum  und  ein  freundliches    Willkommen  durch den Amtsinspektor  im Justizvollzugdienst Herrn Thomas Gerdes, der u.a.  auch mit der Öffentlichkeitsarbeit der Anstalt  beauftragt ist. 


Die Veröffentlichung aller Bilder wurden von der Justizvollzugsanstalt Oldenburg genehmigt. 

Herr  Gerdes   stellte  die JVA   Oldenburg  als  eine  der großen von insgesamt  14 Haftanstalten in Niedersachsen vor. Sie  wurde   nach neuesten  Erkenntnissen  auf dem Grund und Boden der ehemaligen Hindenburg-Kaserne  erbaut und 2000/2001 ihrer Bestimmung übergeben. 427 Plätze stehen in mehreren Abteilungen für Untersuchungshäftlinge bis hin zu besonders gefährlichen Straftätern zur Verfügung. Aktuell beherbergt die Anstalt ca. 300 „Pensionsgäste“.  Die kluge  Philosophie der Anstalt „Wir sind konsequent und liberal“   mit dem Ziel einer   Resozialisierung, über die Herr Gerdes sehr überzeugend referierte,  klang  für die Zuhörerschaft  doch nachvollziehbar.

 

Nein, müde ist in der Zwischenzeit keine und keiner geworden, aber der sich anschließende  Rundgang war doch erfrischend und bestätigte unseren ersten Eindruck: alles sehr sauber und ordentlich (im Gegensatz zu so manch anderem staatlichen Gebäude).  Während der Führung gab es weiter sehr   viel Interessantes zu hören und zu sehen. Dazu gehörte auch eine – natürlich leerstehende – Zelle.  Im Grunde genommen waren die geplanten zwei Stunden viel zu kurz. Gerne hätte der sehr engagierte Vortrag  von Herrn Gerdes  fortgesetzt  werden können. Aber die Zeit…. Wieder durch eine korrekte Überprüfung gelangte die Besuchergruppe zurück in die Freiheit. Kurze Aufstellung, ein Erinnerungsfoto und passende Dankesworte an Herrn Gerdes durch den 2. Vorsitzenden.   

Gruppenfoto vor dem Eingang der Justiz-Vollzugsanstalt Oldenburg

Und nun ab zum „Freeten un Suupen“  ab 13.30 Uhr  in der Traditionsgaststätte  „Bümmersteder Krug“, gegenüber  der Hennig-von-Treskow-Kaserne, dem neuen Sitz des Stabes der 1.Panzerdivision. Der Wirt des Kruges, Herr Abel, ist („Hof“)-Lieferant des jährlich stattfindenden „Defftig Ollnborger Gröönnkohl-Äten“ in Berlin. Das konnte also nur ein schmackhaftes Essen werden. 


" Grünkohlessen "

Die Palme des Nordens

Deftig mit viel Fleisch, Kassler, Schweinebauch, Pinkel (einer geräucherten Grützwurst) sowie Kartoffeln/Bratkartoffeln



Das noch amtierende Kohlkönigspaar 2016/2017, 

König Oliver der I. von Steindorff und seine liebenswürdige Königin Anja die I. 

hatten nach Oldenburg, in den "Bümmersteder Krug", einem über 125 Jahre altem reetgedecktem Bauernhaus, geladen.



 



Zunächst aber trat der 1.Vorsitzende in die „Bütt“, begrüßte nun seinerseits  die inzwischen auf knapp 40 Personen  angewachsene Gästeschaar, darunter auch wieder manche unserer Bremer Freunde. Stellvertretend nannte  er die Schriftführerin im Bundesvorstand,  unsere gute Kameradin Frau Marion Gümmer.  Es gab noch einige Hinweise über „dit un dat“ und dann : Mohltied (=Guten Appetit)!  Die eingangs erwähnten Erwartungen an das Essen – unterstützt von so manchen flüssigen Genüsslichkeiten -  wurden voll erfüllt wenn nicht sogar übertroffen.

 Die Fleischplatte

Wir lassen es uns schmecken ..

... es wurde reichlich aufgetischt

Als Nachtisch wurde Eis mit Sahne und sauren Kirschen serviert. Wer nicht satt wurde, war selber schuld, denn es war wirklich alles reichlich vorhanden. ...

Und dann kam das, was seit nunmehr Jahrzehnten gilt: Das Königspaar ist tot – es lebe das Königspaar! Das Königspaar Anja und Oliver entledigten sich der Insignien der Macht und gaben diese zurück an den Vorsitzenden, der sie „postwendend“ an das neue Königspaar, Stefanie I. und Tom I. von Wübbenhorst mit dem Dank  an das „alte“ Königspaar  und dem  Glückwunsch  an das neue Königspaar unter Beifall  weitergab.  Damit wurde das nächste Kohlvergnügen  2018 gesichert!

Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft in der "Kameradschaft der Feldjäger e.V." - 
OV Oldenburg/Wilhelmshaven

Zwischendurch waren Ehrungen durchzuführen: Für jeweils 20jährige  Treue zur Kameradschaft wurden die Kameraden Oberstabsfeldwebel Sascha  Matzeschke  („Spieß“ der aktiven Kompanie) und  Oberfeldwebel d.R. Matthias Rahms ausgezeichnet. Wie heißt es doch? Die Treue ist wie das Salz in der Suppe! 

Wir gratulieren !




Das war wieder ein freudiger Tag der gelebten Kameradschaft! Einen besonderen Dank an das „Zweigestirn“ und alle,  die dieses Vergnügen mit viel Engagement  ermöglicht haben!  

                                   Damit verabschiedet sich der Ortsverband Oldenburg / Wilhelmshaven und freut sich auf das nächste Wiedersehen !

Übrigens, nur mal so:

Die längste Grünkohl-Tradition hat Bremen, wo es schon 1545 ein öffentliches Grünkohlessen gab. Mit den traditionellen „Kohlfahrten“ oder Grünkohleinladungen für Freunde feiert man zwischen November und März das ganz besondere Gemüse.

Text: J. Koch,  Bilder: M. Gümmer

Bitte besuchen Sie uns bald wieder. Vielen Dank für ihr Interesse!

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